Genealogie - Ahnenforschung

 

 

Ich betreibe nebenbei etwas Ahnenforschung, ohne kostenpflichtige Seiten zu nutzen.

Ich selbst benutze das kostenlose Programm Ahnenblatt für meine Forschungsergebnisse.

Über einige Familienmitglieder

habe ich so viel gefunden, dass es jeweils für einen Artikel bei Wikipedia reichte.

Da ich schon lange bei Wikipedia angemeldet war

(meine Benutzerseite bei Wikipedia: Benutzerseite)

und es noch keine Artikel über sie gab,

entschied ich mich, über sie Artikel zu schreiben.

Hier sind die Wikipedia-Artikel von

(einfach auf die Namen klicken)

Franz_Heinrich_Höltich, Johann_Adolph_Höltich, Christian_Wilhelm_Höltich,

Caspar_Leyser, Johann_Friedrich_Albrecht_August_Meyer, Lars Uwe Höltich,

Johann Caspar Pflaume, Hermann Wilhelm Soltau, Carsten Wilhelm Soltau

 

Dann noch einige Artikel von Person oder Orten, die mehr oder weniger etwas mit der Familie zu tun hatten

und für die es auch noch keine Seiten gab, bis ich sie erstellte:

Mathilde_Block, Cisco Berndt, Hanseatisches_Museum_und_Schötstuben, Haasenhof, Top Ten Club und KZ Außenkommando Sonneberg

 

Ich schrieb auch einen Artikel zu Höltich (Familie), aber der ist wieder bei Wikipedia raus und momentan sozusagen auf dem "Abstellgleis".

Wenn ich mehr Informationen habe, wird der Artikel weiter bearbeitet und vielleicht neue erstellt. Einsehbar ist aber der Artikel noch.

Höltich (Familie)

 

 

Um mehr zu Franz Heinrich Höltich zu erfahren, ließ ich auf meine Kosten die Leichenpredigt auf ihn digitalisieren und ergänzte seinen Wikipedia-Artikel.

Seit dem 26. 06. 2014 ist die Leichenpredigt online einsehbar und herunterladbar.

 

 

Ich schrieb 2013 an den Internationalen Suchdienst Bad Arolsen, www.its-arolsen.org,

um mehr über meinen Großvater Heinrich Gottfried Friedrich Joachim Höltich zu erfahren

und bekam die folgende PDF-Datei, in der nur "Heinrich Höltich" als Name aufgeführt ist, der es aber mit größter Wahrscheinlichkeit ist.

 

Auszug aus den Zugangslisten und Einkaufslisten von Gefangenen des Strafgefangenenlagers IV Walchum / Ems als PDF-Datei

vom Internationalen Suchdienst Bad Arolsen

Heinrich Höltich.pdf

 

Von meiner Tante Hella (Nachname lass ich weg, weil ich nicht weiß, ob ihr das recht ist, dass ich ihn hier hinschreibe) erfuhr ich zudem so einiges über ihn

und seinem letzten Aufenhaltsort und recherchierte etwas dazu im Internet.

 

Heinrich Gottfried Friedrich Joachim Höltich wurde am 31. August 1900 in Mölln (Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein) als Sohn von Heinrich Höltich geboren. 1926 ist er der SPD beigetreten. In Teterow lernte er Stanislawa Pyka (* 4. Oktober 1904 in Doruchow; † 1963 oder 1964 in Potsdam) kennen, die er am 15. April 1930 in Güstrow heiratete. Sie hatten zusammen später zwei Töchter und zwei Söhne. Nach der Machtergreifung von Adolf Hitler wurde er 1933 als SPD-Mitglied entlassen. Arbeitslos wurde er später eine Zeit lang zum Reichsautobahnbau herangezogen. Als SPD-Mitglied wurde er mehrmals verhaftet. Am 25. Januar 1938 wurde er von der Anstalt Berlin-Tegel in das Strafgefangenenlager IV, Emslandlager Walchum, eingeliefert und war dort im August 1938 noch inhaftiert gewesen. Ab ca. 1941 hielt er sich in Hamburg auf, wo zwei seiner drei Schwestern wohnten. Er hat dort im Luisenweg 147 gewohnt. Seine Name (H. Höltich) tauch in den Hamburger Adressbüchern von 1941, 1942 und 1943 auf. Danach ist er wieder nach Berlin. Die letzte Meldeadresse war Alexandrinenstraße 67. Nach dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er im Rahmen der Aktion Gitter am 22. Juli 1944 (laut meiner Tante schon am 21.) zum letzten Mal verhaftet. Er wurde dann in das KZ Mittelbau-Dora deportiert. Ende Januar 1945 ließ er von einem Wächter einen Brief herausschmuggeln und überbringen, den die älteste Tochter Hella Eleonore, die sich im Landjahr oder Pflichtjahr befand, von ihm erhielt. In dem Brief ließ er resigniert durchblicken, dass er wohl nicht mehr wiederkäme und die Tochter sich um die Mutter kümmern solle, was sie nicht konnte, weil sie sich im Pflichtjahr befand und von dort nicht wegkonnte. Der Wächter wurde wegen dem Brief selbst verhaftet und auch die fünfzehnjährige Hella wurde deswegen verhaftet und verhört, aber nicht sehr lange. Der Brief, das letzte Lebenszeichen von Heinrich Höltich, wurde beschlagnahmt. Vom KZ Mittelbau-Dora wurde er ins KZ Außenkommando Sonneberg verlegt. Ob Heinrich Gottfried Friedrich Joachim Höltich in dem Lager starb, oder erst auf dem Todesmarsch daraus, ist ungeklärt.

 

Der Aufenthalt im KZ Mittelbau-Dora ist nicht offiziell bestätigt. Ich stellte eine Recherchanfrage wegen des Aufenthalts und bekam von Dr. Regine Heubaum die Antwort, dass sie im Mittelbau-Dora-Archiv keine Unterlagen über Heinrich Höltich hätten, aber dass sie auch nicht alle Unterlagen besäßen und der Suchdienst Bad Arolsen ein Teil der Mittelbau-Dora-Unterlagen besäße. Also schrieb ich am 16. April 2016 den Suchdienst Bad Arolsen noch mal an und erhielt Monate später eine Antwort. Auch bekam ich den Tipp, wegen Sonneberger Unterlagen das Buchenwald-Archiv anzuschreiben (Sonneberg war ja ein Außenlager des KZ Buchenwald), was ich auch im April tat. Von dort warte ich noch auf eine Antwort.

 

Der zweite Antwortbrief vom 22. November 2016 als PDF-Datei mit kopierten Unterlagen aus dem Strafgefangenenlager IV Walchum / Ems und dem Briefbuch des Zuchthauses  Sonnenburg

vom Internationale Suchdiens Bad Arolsen. Der Vorname Heinrich scheint manchmal wohl aus Gewohnheit in Sütterlinschrift geschrieben worden zu sein, aber der Nachname nicht.

Heinrich Höltich (Datei 2).pdf

 

 

Von mir gekaufte Literatur für die Familienforschung:

"Lauenburgische Heimat", Heft 135, Ratzeburg, 1993 - Darin von Seite 79 bis 97 der Artikel von Ulrich Langfeld "Christian Wilhelm Hoeltich - Ein Marienwohlder in Bergen / Norwegen" (mit Abbildungen). Dort wird auch angegeben, dass in der angegebenen Zeit von 1584 bis 1720, in der die Höltichs Holzvögte in Marienwohlde waren, im einzelnen in der ''Lauenburgischen Forstchronik" von Herrmann Hubertus (ISBN 3529026999), im Teil über den Marienwohlder Forstbezirk wenig über die Höltichs auszumachen ist (also nur etwas). Angegeben wird da ''Seite 318 ff" des Buches. Da das Buch etwas teuer ist und ich nicht weiß, wieviel da drin steht, besitze ich das Buch noch nicht.

"Lauenburgische Heimat", Heft 116, Ratzeburg, 1986 - Darin von Seite 80 bis 85 der Artikel von Lothar Obst "Die Geschichte des städtischen Krankenhauses Mölln" (und über Johanna Dorothea Elisabeth Hoeltich) (mit Abbildungen)

"Familiengeschichtliche Quellen", Oswald Spohr (Herausgeber), Degener & Co., Band 11, Heft 1-2, 15. September 1942 - Darin auf Seite 139 nur der Name "Höltich" mit der Quellenzahl 68 dahinter, die sich auf Seite 3 als Quelle "Der Deutsche Roland, 15. und 16. Jahrgang, Berlin 1927 und 1928 (ein Register)" entpuppt. Dort muss also noch etwas zu finden sein. (Vermutlich ist aber nicht im jeden Heft der beiden Jahrgänge etwas zu finden, sondern nur in einem, vielleicht aber auch in mehreren.)

 

 

 

 

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